Traveling Shapy – Reiseblog

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Warum Sevilla uns den Nerv raubte

Schlafplatz

Unser Schlafplatz

Unser Frühstück wurde rege unterbrochen als es wärmer wurde und hunderte Sandfliegen aus ihrem Schlaf erwachten. Bis dahin war der Platz ein wahrer Glücksgriff, aber nach dem Auftauchen dieser Biester nicht mehr vertretbar. Also entschieden wir uns gleich weiter auf Sevilla zu fahren.

Während der Fahrt änderte sich wieder einmal die Landschaft, es gab viel mehr Felder und auch Windkraftwerke.

Geplant waren 2 Stunden im Auto, jedoch sollte sich unsere Rastplatzsuche als die Schlimmste die wir bis jetzt hatten gestalten. 3 Stunden später, nachdem wir auf Dreckpisten durch Mais- und Baumwollefelder irrten war die Verzweiflung groß. Ein zerfallenes Haus bot uns dann doch noch Schutz, ist schon etwas Besonderes wenn man vor einem ausgebrannten und zerfallenen Haus parkt, auch wenn es zu später Stunde etwas gruselig werden kann 😀 Meine Vorfreude auf das 20km entfernte Seville war – wie ihr euch denken könnt – am Boden, aber am Wichtigsten für mich „Hauptsache aus dem Auto draußen zu sein“.

Nach dieser Nacht war die Wut dann doch verflogen und man freute sich auf Seville. Wenige Kilometer später waren wir dann auch in der größten Stadt Andalusiens.

 Seville ist aber eigentlich ein Muss

Sevilla

Sevilla

Ich muss sagen Seville sollte jeder – neben Granada – gesehen haben. Alle sehenswerten Sachen – wie die Kathedrale, Alcazar, die Parks und die Altstadt – sind so nah beieinander dass man alles innerhalb weniger Minuten zu Fuß erreichen kann. Wir schlenderten erstmal durch die Stadt um einen generellen Eindruck zu gewinnen. Offene Straßen und Leinen die darüber gespannt sind machen den Spaziergang in Seville angenehm, trotz mittaglicher Hitze.

Zudem entschieden wir uns die Kathedrale zu besichtigen. Eine glamouröse Kirche wie diese habe ich selten gesehen – wobei ich auch nicht der große Kirchenbesucher bin -. Ganz wichtig ist ein Besuch auf dem Turm dieser Kathedrale, welcher einen atemberaubenden Blick auf die Stadt gewährt.

Nach unserer Besichtigung gingen wir endlich mal in eine Tapas Bar – das sollte man als erstes machen wenn man in Spanien ist und nicht so wie wir – um endlich mal zu wissen was das den genau ist. Im Endeffekt sind es kleine Häppchen verschiedenster Art die mit Bier, Wein oder anderen Softdrinks verzehrt werden. Wer gerne viele unterschiedliche Sachen isst und das auch noch günstig will sollte schleunigst nach Spanien reisen.

So ging es nach unserem Mittagessen etwas angeschwippst weiter in den Park Espana. Man muss schon sagen, ein verdammt großes Gelände welches wir nur zum Teil abgelaufen sind, aber was niemand verpassen sollte ist das Ministerium von Seville – zumindest habe ich das aus dem Zusammenhang erschlossen das es das sein muss -.

Sevilla_Panorama

Panorama von Sevilla

Ein unglaubliches Gebäude – für mich persönlich das Schönste in Spanien – das man gesehen haben muss. Nach dem langen Aufenthalt im Park fehlte uns die Zeit um auch noch das Real Alcazar anzuschauen, so mussten wir Seville verlassen um uns was Passendes zum Schlafen zu finden.

Leider hatten wir auch hier weniger Glück als am Tag zuvor und haben wieder erst nach 2 Stunden was gefunden. Unter einer Brücke mit einem schweren Zeckenproblem welches uns erst später auffallen würde. Also nisteten wir uns ein und kochten etwas bevor man die ersten blutsaugenden Schmarotzer bemerkte. Ich bin mir nicht sicher wie viel jeder erschlagen hat wir schätzen 5-7 Zecken pro Person in 15 Minuten. Dadurch verkürzte sich unser Abendessen schlagartig und wir verzogen uns so schnell wie möglich ins Auto.

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