Traveling Shapy – Reiseblog

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Unsere kleine Südfrankreich Reise: von der Côte d’ Azur zum Dünenstrand

Der Ort im Süden Frankreichs oder übrigens auch Le Midi (de la France) genannt hat so einige tolle Highlights. Wer im Sommer gerne mal schöne Strände sehen will und mitten in der Natur abschalten will, sollte einen kleinen Trip ins Nachbarland wagen. Für mediterrane Erlebnisse muss man auch nicht unbedingt in den Flieger steigen – wir waren mit dem Auto unterwegs. Begonnen hatte unsere Tour bei der Cote d’Azur, der sicher für viele auch als Stadt der Reichen und Schönen bekannt ist. Weiter ging es zum römischen Aquädukt – tolles Bauwerk. Nach ein wenig Entspannung setzten wir die Reise in der Stadt Nimes fort. Wer alte Städte mag, sollte Nimes mal gesehen haben. Und dabei gleich zum Dünenstrand, Dune du Pilat, vorbeischauen. Mein persönliches Highlight. Unterwegs konnten wir auch ein paar tolle Bilder machen, aber seht bzw. lest einfach selbst..

Die Tour began bei der Côte d’Azur ohne Wanderschuhe…

Wir verließen die Côte d’Azur recht früh um einiges an Strecke gut machen zu können. Im Nachhinein ein großer Fehler, denn nach gut zwei Stunden Fahrt fiel uns auf, dass unsere Kletterschuhe nicht da waren. Oh no..Kletter- und Wanderschuhe wird man bei so viel Laufen früher oder später sicherlich vermissen.

frankreich karte mit angrenzung zu spanien

Klar, dass wir sie vergessen mussten, eventuell hat sie wer noch mitgenommen, dann wäre es wenigstens nicht so eine Verschwendung gewesen. Ich muss euch beim Reisen sicherlich nicht sagen, dass ihr vor Fahrt immer nach eurem Zeug schaut, aber kleine Pannen gehören eben dazu und sind auch nicht weiter schlimm. Erst Recht, wenn ihr dann mal größere Pannen erlebt habt :-).

…und setzte sich in Pont du Gard entspannt fort

Die Fahrt selbst brachten wir schnell hinter uns und kamen rechtzeitig in die Nähe des Aquädukts – Pont du Gard. Leider waren hier Straßenbauarbeiten im Gange, so entschieden wir uns kurzer Hand einfach etwas abseits in einem Feld zu parken und es uns dort auf Campingstühlen gemütlich zu machen. Vielleicht nicht der beste Ort für ein kleines Päuschen.

Als wir dann bei der Pont du Gard ankamen machten wir uns auf ein geeigneten Parkplatz zu finden. Leider war es auch hier recht schwer etwas Passendes zu finden, da die Hotels natürlich nur Gästen gestatteten dort zu parken. Und extra im Hotel zu übernachten wollten wir nicht. Wir hatten ja auch unseren tollen Campingwagen.

Also gaben wir uns mit einer Mischung aus Parkplatz und Müllhalde zufrieden, was irgendwie ganz lustig war. Das wäre nun im Vergleich zur Oberen vielleicht eine etwas größere Panne. Das Gute daran war aber auf jeden Fall die Nähe zu unserer geliebten Sehenswürdigkeit. Nach 10 Gehminuten etwa konnten wir das Aquädukt auch schon ganz von der Nähe sehen.

Römisches Aqädukt bei Tag und Nacht am Fluss Gardon

Der Pont du Gard ist einer der wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken der antiken römischen Welt – wenn das einem mal bewusst ist, ist es auch ein anderes Gefühl davor zu stehen.

Als Tipp: wer ein paar Euro sparen möchten, sollte zu den Abendstunden hingehen, denn dann ist der Eintritt ganz umsonst. Außerdem ist es zu diesen Stunden eh viel schöner, weil das Bauwerk in schönen Farben beleuchtet ist. So sah es dann aus – wobei man sagen muss, dass es auf Bildern nie so toll aussieht, wie vor der Linse ;-).

Es bietet erstaunlich viele Ansichtsmöglichkeiten, da man auf die nahegelegenen Aussichtspunkten wandern kann, sowie auch das Aquädukt selbst besteigen kann. Sicherlich gerade für Hobbyfotografen eine tolle Möglichkeiten neue Bilder zu machen. Es müssen auch nicht immer die Standard Touristen-Bilder sein. Zudem werden ab neun Uhr die Leuchtstrahler eingeschaltet und das römische Bauwerk erstrahlt in einem Lichtermeer aus Farben. Ein Schauspiel, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

Nimes wird nicht jünger, aber immer schöner

Autostrecke vom Aquädukt zu Nimes beträgt laut Google Maps eine halbe Stunde

Pont du Gard steht direkt am gleich benannten Fluss Le Gard Ou Gardon. Von dort sind es ca. 30 minuten mit dem Auto nach Nimes.

Am nächsten Tag ging es wieder früh weiter und wir fuhren Richtung Nimes, das sehr Nahe liegt. Du betrittst die Stadt und erlebst eine herrliche Altstadt mit einigen alte Bauwerken aus römischer Zeit, die auf einen warten. Man kommt sich fast ein bisschen vor wie in einer Spartacus Folge..

Bauwerke und Straßen in der Altstadt Nimes

Die Stadt Nimes ist die Hauptstadt des Départment Gard.Und für das exklusive Allgemeinwissen: der Jeansstoff Denim leitet sich von de Nime ab.

Seelenruhig und friedliche Natur an Südfrankreichs Küste

Küstengebiet in Südfrankreich

Schöne und verlassene Naturlandschaft mit Steinen, Flüssen und Steppen an Frankeichs Küste. Wer genug von Menschentummel hat, sollte hier her kommen.

Leider blieben wir nur kurz dort – denn es ging weiter nach Spanien. Doch bevor wir die Grenze überquerten, konnten wir noch ein gutes Stück an der Küste zurücklegen. Dort sahen wir eine Vielzahl von Weinfeldern und steppenartigen Küsten. Man muss schon sagen – das lud echt zum Träumen ein. Eigentlich konnte man fast jeder viertel Stunde anhalten und die Landschaft erneut bewundern. Es schien auch gar nicht bewohnt.

Die einzigen Aktivitäten die ich mitbekommen habe, waren die vereinzelten Fischersmänner die mit ihren kleinen Kuttern den Fang des Tages fischten. Auch gab es hier allerlei an Salzbecken. Ob diese natürlichen Ursprungs sind oder zur Salzgewinnung genutzt werden, kann ich leider nicht beurteilen. Kurz danach erreichten wir dann auch schon die Grenze nach Spanien.

Unser Highlight am Ende – Dune du Pilat

Um alles über Frankreich abdecken zu können überspringe ich unsere Abenteuer in Spanien und fahre gleich fort mit dem Ende des Roadtrips: ein kurzer Stopp bei der Dune du Pilat. Eine Düne, wenn nicht sogar ein Berg aus Sand welcher das Meer auf der anderen Seite mit einem Wald abtrennt. Ein wahres Schauspiel – dutzende von Touristen zu beobachten, die die extra angefertigten Betontreppen ersteigen, um auf die Spitze zu kommen.

Wir entschieden uns für den spaßigeren Weg: Direkt quer Feld ein die sandigen Klippen hinauf. Am Besten zieht man die Schuhe aus, sonst trägt man später die halbe Düne mit sich herum. Wer schon mal auf einer Dünge gewandert ist, weiß wovon ich hier gerade rede.

Der Aufstieg kann schon anstrengend werden. Auch deswegen, weil die Füße beim Laufen immer in den Sand einsinken. Aber es lohnt sich!

Sicherlich gibt es noch einige, weitere tolle Orte in der Provence, die ich jetzt nicht erwähnt habe. Wer sich für einen längeren Trip interessiert, sollte den ein oder anderen Absenker hier auf jeden Fall noch machen..

Aussicht vom Dünenstrand Dune du Pilat

Mein persönliches Highlight bei diesem Trip – die Dune du Pilat. Sie ist die größte Wanderdüne Europas – vergleichbar mit etwa 140 Fußballfeldern.

…diese Orte solltest du in Südfrankreich auch gesehen haben:

  • Bergdörfer, als seien sie gemalt worden

    Das mag jetzt vielleicht ein wenig übertrieben oder romantisch klingen, doch sind die vielen kleinen Dörfer in Südfrankreich beinahe traumhaft schön. In einem anderen Trip konnte ich in Gordes einen Freund besuchen. Seitdem gehören die kleinen Bergdörfer im Süden von Le France auf jeden Fall zu meiner Checkliste der Reiseziele. Die malerischen Dörfer häufen sich wie kleine Adlernester auf Berggipfeln. Zu sehen sind dort Villen, kleine, weiße Häuser und so weiter – auf jeden Fall sind es kleine traumhafte Orte.

    Soweit ich weiß wurden die südfranzösiche Küste in der Vergangenheit immer wieder von Sattazenen besucht, woraus so zahlreiche Dörfer entstanden. Neben Gordes gibt es da zum Beispiel noch Grimaud, Ramatuelle oder Vaison la Romaine direkt am Fluss.

  • Die kleine Insel Embiez

    Die Inselgruppe von Embiez besteht aus 5 Inselgruppe – die größte davon klingt ähnlich wie ein beliebtes Käsegericht: Insel Île de la Tour Fondue. Die Inseln laden besonders zum Tauchen und Schnorcheln ein. Für mich als Tauchliebhaber ist das natürlich noch ein Muss das Meeresinnere genauer zu erkunden. Von Erzählungen und Reisebildern weiß ich, dass der Sandstrand dort felsig und steinig ist und sich im Wasser einige Seeigel tummeln (daher natürlich die Badelatschen mit einpacken).

    Wer beim Tauchen noch mehr Meer sehen möchte, kann dort in ein eingerichtetes Meeresmuseum gehen oder mit Aquascope-Booten (tolle Boot emit gläsernem Boden) herumfahren. Für die, die lieber zu Fuß unterwegs sind, gibt es rund um die Insel einen tollen Wanderweg.

  • Calanques bei Cassis soll das Schönste sein, was Südfrankreich zu bieten hat

    Wer nach Calanques googlet wird sicher wildromantische Buchten, die weit ins Land hineinragen finden oder rießengroße, steile Felswände. Die Wanderungen dort sind jede Mühe wert – Schweiß wird mit geilen Ausblicken belohnt. Im Hochsommer ist es aber verboten dort zu wander, aber die Bootstouren sind es auch wert!

Ein Paar Survival Provence Infos zum Mitnehmen:

  • Unterlagen?

    Als EU-Bürger benötigt ihr nur einen gültigen Reisepass. Bei der Reise mit dem Fahrzeug natürlich gültige Fahrzeugpapiere. Die grüne Versicherungsbescheinigung ist zwar keine Pflicht, aber empfehlenswert.

  • Geschwindigkeits-Begrenzungen weichen von den deutschen ab!

    • Autobahn 130 km/h bei Regen 110 km/h
    • Landstraße 90 km/h bei Regen 80 km/h
    • Stadt 50 km/h
  • Mehr Frankreich-Flavour?

    Hat immer bisschen mehr einheimisches Feeling: Ferienwohnungen oder Ferienhäuser. Die liegen auch abseits von den Touristenhochburgen

  • Französisch Vokubalur aneignen?

    Ein kleines deutsch – französisch Wörterbuch ist sicher nicht verkehrt. Man sollte (vielleicht auch generell) nicht immer darauf vertrauen, dass die Franzosen englisch sprechen können oder möchten. In den meisten Touristenzentren wird aber englisch gesprochen. Für die kleinen Notfälle reicht sonst eben auch ein Wörterbuch aus und irgendwie kann man sich dann doch immer verständigen 😉

  • Einkaufen in der Provence – ein Thema für sich!

    Die Geschäfte und Märkte sind zwar voll von Leckereien, die einem sofort ins Auge fallen, sind aber nicht immer gerade super für eure Urlaubskasse. Denn die Preise höher als in Deutschland. Viele Artikel sind neben der leicht höheren Mehrwertsteuer in Frankreich zusätzlich mit weiteren Steuern belegt und deswegen eben teurer. Das gilt vor allem technische Geräte. Die also nicht unbedingt in Frankreich kaufen. Lebensmittel sind im Hinterland, etwas entfernt von den Supermärkten an der Küstenlinie günstiger.

  • Beste Zeit/Südfrankreich Klima beim Verreisen:

    Das kommt ganz darauf an, was man so sehen will:
    In den Frühlingsmonaten erwacht die Natur in blühenden Kräuterfeldern, blühende Obstbäume usw. Die Temperaturen schwanken im Frühling so zwischen 20-25 Grad. Gerade für Wanderungen perfekt, denn dann möchte man es doch nicht zu heiß haben.

    Der Sommer ist in der Provence sehr heiß und trocken. Die Temperaturen steigen oft über 30 Grad an. Besonders toll sind im Sommer wohl die Lavendelfelder, die zwischen Juli und August in vollem Lila aufblühen. in der Provence ist heiß und trocken mit einem grandiosen tiefblauen Himmel.

    Der Herbst ist die Zeit mit den meisten Farben und angenehmen Temperaturen bei etwa 20 Grad. Der Herbst ist gleichzeitig auch die regenreichste Zeit, was aber nicht heißt, dass die ganzen Herbstmonate nur verregnet sind. Wer gerade auf wenig Tourismus Wert legt und das bunte Herbstspektakel erleben möchte – sollte zwischen September und Mitte/Ende Oktober nach Südfrankreich touren.

 

 

 

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