Traveling Shapy – Reiseblog

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Philippinisches Essen – Rezepte und Favourites der Filipinos

Wer sich unter asiatischer Küche vorallem scharfe Currys und weitere pikant gewürzte Rezepte vorstellt, wird vom sehr mild gewürzten Geschmack der philippinischen Rezepte überrascht sein. Als Fisch- und Meeresfrüchte Liebhaber konnte ich mich bei meiner Reise in den Philippinen besonders gut an das Essen gewohnen (wenn auch nicht an Alles). Fisch, Meeresfrüchte und Reis gehören nämlich zu den Grundnahrungsmitteln und sind auf dem Land und um das Land herum reichlich zu besorgen.

    In diesem Artikel geht es um:

  1. Wo geht man auf den Philippinen essen?
  2. Philippinisches Angebot, was gibt es und was nicht?
  3. Do´s & Dont´s der philippinischen Küche?
  4. Rezepte: Sisig – Traditionell-philippinisch
  5. Rezepte: Adobo – das Nationalgericht
  6. Rezepte: Holo Holo – leckerer Nachtisch

Die Grundlage bei Allem heißt: Reis. Bereits zum Frühstück gibt es Reis. Im Gegensatz zu anderen Kulturen gibt es ihn hier nur geschält und poliert. Zum Reis wird meistens Gemüse und Fisch oder Fleisch serviert. Am liebsten ist den Filipinos das Schweinefleisch. Wieviel und was genau auf den Tisch kommt, hängt natürlich wie immer vom Geldbeutel ab (und vom Appetit). Ärmere Familien essen ca. dreifache Portion an Reis – weil es das reichlich gibt. Fisch oder Fleisch können sie sich nur zu Festzeiten leisten.

Wo geht man Essen?

  • Typisch philippinisch in Tura-Tura Straßenrestaurants – das ist ähnlich wie auf dem Basar: man schaut sich die Lebensmittel an und entscheidet anhand dessen, was man kauft. Auf den Straßenrestaurants könnt ihr in die Töpfe mit den zubereiteten Speisen hineinsehen und sagen was ihr haben wollt. Es ist günstig und auch gut. Habe dort schon gegessen und bisher keine Verdauungsprobleme gehabt.
  • Fast Food Restaurants – im Gegensatz zur sonst eher kalorienarmen Küche der Filipinos gibt es hier einige der Fast Food Ketten wie McDonalds, Jollibee, KFC usw. Wer sich nicht das exotische Essen ran traut, hat immer noch die „risikofreiere“ Variante
  • Umfangreiche Auswahl in Resorts je nach Wunsch – hier kann man sowohl philippinisches als auch europäisches Essen bekommen.
  • Auswahl ist toll – hungrig bleibt man hier aufgrund der Auswahl nicht. Ob Fast Food, Tura-Tura, deutsch, italienisch oder chinesisch lieber auf dem Tisch ist.

Die philippinische Küche ist eine Mischung aus asiatischen und europäischen Einflüssen

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Was es gibt und was es nicht gibt?

Andere Länder, andere Sitten und andere Essensgewohnheiten. Für uns Deutsche ist es normal den Kaffee morgens mit Milch zu trinken oder hier und da nen Jogurt. In den Pfilippinen sind Milchprodukte aber keine gängige Nahrungszunahme. Vor allem Käse und Jogurte sind hier schwer zu bekommen. (Ob das daran liegt, dass ich auf den Philippinen noch nie eine Kuh gesehen habe?). Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, muss den Weg zum nächsten, größeren Supermarkt aufmachen. Einschränkungen auch für Käseliebhaber: was es hier gibt ist ein einheitlicher Weichkäse. Hartkäse wird dagegen nur in Delikatessengeschäften verkauft.

Als Kaffee gibt es meistens den Nestle-Pulverkaffee. Wer hochwertigen Tee trinken will, sollte einen von daheim mitbringen. Das was ich gesehen habe ist meistens der Lipton-Teebeutel. Für mich vollkommen ausreichen, ich erwähne es hier dennoch mal.. für die Gourmet Liebhaber unter euch.

Weiter unten in diesem Artikel habe ich drei Rezepte von typisch philippinischen Gerichten aufgeschrieben. Wer zu dem noch was exklusives, nicht-europäisches probieren will, sollte sich mal die Sinigang Suppe bestellen. (Auch mein kleiner Favourit). Sie schmeckt ein wenig säuerlich und beinhaltet die Zutatet: Meerrettisch, Zwiebeln, Bohnen und Tomaten. Fleisch oder Meeresfrüchte könnt ihr euch selbst dazu auswahlen. Und dazu gibt es natürlich – Reis.

Insbesondere die Spanier haben in ihrer über 300 Jahre dauernden Herrschaft über die Philippinen ihre kulinarischen Spuren hinterlassen. 80% aller Gerichte der Philippinen lassen sich auf die spanische Küche zurückverfolgen.

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Unbedingt probieren oder die Finger von lassen?

  • Sehr außergewöhnliches Essen – Balut
    Ein Ei dessen Embryo 17 Tage alt ist und dann gekocht wird. Es wird generell wie ein gekochtes Ei gegessen. Beim Balut sieht man schon gut die verschiedenen Teile des Eis, sprich die Plazenta, das Eigelb und der Embryo. Für mich war es bis jetzt von allen Gerichten die ich probiert hab das schwerste. Es ist schon eine wahre Überwindung das Balut zu essen. Schlussendlich schmeckt es jedoch wie ein gekochtes Ei. Die Filipinos glauben daran, dass der männliche Teil der Bevölkerung durch das Verspeisen an Balut an Manneskraft gewinnen sollen.
  • Merienda
    Vergleichbar mit dem Deutschen Kaffee und Kuchen. Zum Kaffee gibt es hier buko pie – kleine Kokosnusskuchen und ensaymadas – süße Brötchen die mit Käse bedeckt sind. Letzteres klingt seltsam, ist aber wirklich lecker.
  • Mangos, Ananas u. andere exotische Früchte
    Zwischen März und Juni ist die goldgelbe Mango besonders süß. Auch die Ananas schmeckt hier viel süßer und saftiger. Und ist nicht grundlos eine der wichtigsten Exportgütern der Filipinos
  • Durian-Frucht polarisiert
    die einen sprechen vom „hööischen Gestank“ der Frucht, die anderen schwärmen vom „traumhaften Geschmack“ der Frucht
  • Hundefleisch – andere Länder, andere Sitten
    Besonders in den Bergregionen gibt es noch einige Restaurants die Hundefleisch anbieten. Ich hatte noch nie die Chance es zu probieren aber auch nie wirklich das Bedürfnis danach. Schlussendlich hab ich es mir dann bestellt, schließlich lebt man ja nur einmal. Was kann ich groß sagen: es schmeckt sehr nach Wild und hat sehr viele Knochen & Knorpel im Fleisch. (kann aber auch nur an meiner Portion liegen) Und um eines gleich vorzubeugen, bevor jetzt wieder Aufschreie kommen Tierquäler usw. möchte ich folgendes sagen: Ich selbst bin Hundeliebhaber, da meine Eltern 2 Hunde besitzen, die Philippinen haben eine ganz andere Kultur als wir und ich bin mir nicht sicher was schlimmer ist, ob man Hundefleisch isst oder das Fleisch unserer Masttiere in Deutschland. (aber über die Haltung dieser Tiere rede ich jetzt nicht)
  • Hühnerdärme am Spieß
    hört sich bei weitem schlimmer an als es ist. Eigentlich hab ich es ausversehen gegessen und erst später erfahren, dass es Hühnerdärme waren. Daher auch immer ein wenig vorsichtig sein und manchmal auch nachfragen bei dem was auf den Tisch kommt. Im Endeffekt ist es nur der Darm eines Tieres + dessen Inhalt auf einen Spieß gesteckt und gegrillt. Sieht aus wie eine dünne Wurst und schmeckt auch danach.

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Die Philippinische Küche – bekanntesten Spezialitäten

Rezept Sisig

philippinisches rezept sisig zubereitet


Klein gestückeltes Hühnchen- oder Schweinefleisch das angebraten wird und mit Vinegar, Salz und Lemonensaft gewürzt wird.

1 TL schwarzer Pfeffer, ganze Körner
500 g Schweinebauch
200 g Hühnerleber
150 ml Ananassaft
1 Tasse fein gehackte Zwiebeln
3 fein gehackte rote Pepperoni

1. Etwa 350 ml Wasser, Ananassaft und den schwarzen Pfeffer zum Sieden bringen. Dann den Schweinebauch in dicke Scheiben dazugeben und mitkochen bis das Fleisch schön zart ist. Den Sud dann auf Zimmertemp. ruhen lassen. 2. Jetzt werden Leber, Zwiebel und der mittlerweile abgekühlte Bauch in kleine Würfel gehackt. Die Pepperoni wird fein gehackt und vorher – ja nach Schärfewunsch – die Kerne entnommen. 3. Essig und Limettensaft in einem extra Gefäß vermischen. 4. Pfanne sehr heiß stellen und darin nun den Bauch rösten, bis er knusprig ist. Die Zwiebeln werden dabei mitgeröstet. Nun die Leberwürfel und die Pepperoni dazumixen und kurz mitrösten. 5. Jetzt wird die Essig-Limettensaft Lösung dazugegeben und das Gericht damit abgelöscht. Am Ende nach Bedarf und Geschmack noch salzen und pfeffern.

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Nationalgericht Adobo

nationalgericht adobo - fleisch mit reis nationalgericht adobo - fleisch mit mehr soße und reis


Gedünstetes Schweine-, Rind-, Geflügelfleisch welches mit Essig, Knoblauch, Zwiebeln, Soja und Pfeffer zubereitet wird.

 

1 Tasse Essig
1 Knoblauchzehe(n)
1/2 EL Pfeffer, schwarzer
1 Lorbeerblatt
2 EL Salz
4 EL Sojasauce
500 g Hühnerbrust
500 g Schweinefleisch, mager (Hüfte/Oberschale)
Öl

1. Alle oben genannten Zutaten für die Marinade vermischen. Das Fleisch wird für 20-30 min in die Marinade eingelegt, damit der Geschmack aufgesorgen wird. 2. Daraufhin wird das Fleisch in Öl gebraten und die gesamte marina hinzugefügt. Je nach Geschmack kann das Gericht noch mit Wasser verdünnt werden. 3. Köcheln lassen bis die Soße sämig und das Fleisch gar ist. Zum Schluss mit Reis servieren.

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Nachtischspeise Halo Halo

nachtisch halo halo


Halo-Halo klingt so süß, wie es auch schmeckt. Es ist ein ganz traditioneller Nachtisch auf den Philippingen. Übersetzt heißt Halo-Halo soviel wie „Mischmasch“.

1 Dose Jackfruit
100 g Macapuno
100 g Purple Yam
100 g Halo Halo mixture (fertige Mischung aus Bohnen, Nata de Coco und Saba)
200 g gehobelten Eis
100 g Kondensmilch
4 Kugeln Eiscreme (beliebig)

 

Wer es traditionell machen will – 1. Die Halo Halo Mixvariation (erhältlich in den meisten Asia-Shops) wird zusammen mit den Macapuno (das sind Streifen der „jungen Kokosnuss“), Purple Yam, Caramelcreme und Jackfruit in ein hohes Glas gefüllt. 2. Die nächste Schicht ist Eisschnee oder auch Eiscreme Kugeln. (Wer keinen Eisschnee hat, kann auch gefrorene Milch dazu geebn). 3. Dann kommt Kondensmilch darauf. Serviert wird es in manchen Regionen mit Mais, bunten Gelatine Würfeln und weiterem Obst.

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Bilderquelle:
Sisig – http://www.globeholidays.net/Asia/Philippines/Angeles/Angeles_Sisig4.htm
Adobo – http://chefkoch.de (Adobo)
Halo Halo – How to make Halo Halo: https://www.youtube.com/watch?v=PSVnIA9foHQ

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