Traveling Shapy – Reiseblog

Reisen rund um die Welt, meine Leidenschaft und Hobby

Nach Definition Backpacker aber ….

will ich mich so nennen und von anderen auch so gesehen werden? Diese Frage kam in mir auf als ich über die Blogparade von Melanie und Thomas nachdachte.

Nach den meisten Definition:

  • längere Reisen
  • bevorzugen von günstigen Flügen oder Bussen
  • flexibel und aufgeschlossen
  • billige Unterkünfte

Wäre ich ein Backpacker. Für mich kommt dann das große ABER.

Will ich persönlich auch so gesehen werden?

Den Backpacker sind auch: der Junge der in Australien unter Alkohol- und Drogeneinfluss gepaart mit seinem jugendlichen Leichtsinn das Auto seines Farmchefs gegen einen Baum gesetzt hat und nun monatelang arbeiten muss um die Schulden loszuwerden. Die Mädels in Guatemala, die barfuss auf der Straße herumschreien da der Taxifahrer ihnen angeblich einige Cent zu wenig rausgegeben hat oder der Kerl in Laos, der morgens nicht mal aufstehen kann ohne sich ein Bier aufzureißen.

Shapy

Beim Fotografieren während unseres Roadtrips 2014.

 

All diese Menschen und viele Andere habe ich kennengelernt und muss nicht mit ihnen in einen Topf geworfen werden. Damit will ich aber in keinster Weiser die anderen 95 % der Leute diskreditieren die ich ebenfalls kennenlernen durfte und gerne mit ihnen Zeit verbracht habe.

Was aber bin ich nun ?

In der Universität definieren wir Touristen nach anderen Kriterien. Dort ist man schon Tourist wenn man für einen Tag an den 10 Kilometer entfernten Badesee fährt, aber nach einem Jahr unterwegs wird man nicht mehr als einer gesehen.

Dann gibt es noch unterschiedlichste Modelle von Sinus Milieus die Menschen in soziale Schichten unterteilen. Würde man das nun alles anwenden wäre ich ein hedonistischer Tourist, nenn ich mich so wenn mich die nächste Person fragt, hätte ich noch eine weitere Bezeichnung und zwar: verrückt.

Um nun aber zum Schluss zu kommen

und das ganze in eine mehr gesellschaftliche Diskussion zu verwandeln. Der Fehler ist dieses ganze Gruppendenken das eben auch Probleme hervorruft, das mag in der Tourismusbranche nicht vorhanden sein, aber wir sehen ja wie sehr Verallgemeinerung von ethnischen oder religiösen Gruppen Menschen untereinander aufhetzen. Ich möchte nicht soweit gehen das alles abschaffen zu wollen aber ich sehe mich lieber als ein Individuum als ein Teil einer Gruppe. Wir alle sind unterschiedlich, mit Stärken, Schwächen, Fehlern, Vorlieben, Geschmäckern und Ekeln, versuchen wir uns auch so zu sehen. Das dauert zwar alles länger aber führt hoffentlich zu einem besseren Verständnis untereinander.

Von daher, mein Name ist Matthias und nach Definition Backpacker und / oder hedonistischer Tourist.

 

Danke nochmal an Melanie und Thomas von Reisen-Fotografie. Hatte nie im Kopf zu diesem Thema mal etwas zu schreiben aber im Nachhinein wurde mir klar genau dazu wollte ich schon immer Stellung nehmen. Schaut doch mal bei Ihnen vorbei, ist auf jeden Fall einer meiner LieblingsReiseBlogs!

10 Discussions on
“Nach Definition Backpacker aber ….”
  • Hm, also ich fände verrückter hedonistischer Tourist schon spannend. Wir wären dann wohl verrückte Individualtouristen. Somit hätten wir dann auch den gemeinsamen Nenner: Verrrückt! Was aber durchaus postitiv behaftet ist. :-)

    Ich finde Deine Sicht auf die Dinge sehr interessant, auch das Bestreben sich eben nicht in eine Schublade stecken lassen zu wollen.

    Und vieelen Dank für die lobenden Worte über unseren Blog – ein Lob, was wir übrigens gerne zurück geben. Auch wir schauen gerne hier bei Dir vorbei, wegen der schönen Storys und der verdammt geilen Bilder.

    LG Thomas

    • Hi,
      da haste jetzt wirklich meinen Beitrag eher gelesen als ich dazu kam ihn bei euch zu verlinken 😀

      Mensch mensch ihr seit echt von der flotten Truppe! Da haste wohl recht verrückt ist immer auch gut. Ich muss nicht auf biegen und brechen anders sein, aber ein bisschen die Grenzen weiten glaub ich schadet keinem.

      Auch Vielen Dank zurück für die lobenden Worte, wenn das noch von einem der größten Blogs im Reisebereich kommt freut das natürlich ein kleines Stückchen mehr 😀

      Viele Grüße

      Matthias

    • Jo, der Pingback war Ruckzuck bei uns – und ich saß gerade am Rechner… 😉 Und dann freue ich mich immer so über neue Beiträge und bin nicht mehr zu bremsen.

      LG Thomas

  • Hallo Matthias,
    verrückter, hedonistischer Tourist klingt speziell, aber gefällt mir.
    Ich sehe es ähnlich wie du- warum immer alles uns jeden kategorisieren müssen, wenn doch am Ende alle eines gemeinsam haben: das Reisen. Da sehe ich auch nicht viel Sinn dahinter, sich gegenseitig in vordefinierte Schubladen zu stecken.

    LG, Wibke

    • Freut mich das ich mit dieser Meinung nicht ganz alleine dastehe. Wir sind ja fast wie eine Gruppe. (man versteht hoffentlich die Ironie 😀 )

      Viele Grüße

      Matthias

  • Eine sehr schöne Wortmeldung gegen das Schubladendenken…

    ich dachte früher, dass ich Backpacker gewesen sei, dies ist aber – soweit ich es verstanden habe – heute unter Partyvolk, was saufend, und … in fernen Ländern unterwegs ist und sich aufführt wie Sau…

    Als ich damals als „backpacker“ unterwegs war, sah ich in dieser Bezeichnung eigentlich nur einen Reisenden, mit Rucksack, der ein Land intensiver bereist und dabei (meist aus Kostengründen) eher günstige Unterkünfte sucht, sich aber wie ein zivilisierter Mensch aufführt.

    Aber es gibt dann wohl unzählige Schubladen, die zumeist mit Klischees gefüllt werden…
    – Wobei hedonistischer verrückter Tourist auch nicht schlecht ist. :-)
    Viele Grüße und viel Spaß noch beim Entdecken dieses Erdballs.

    Jürgen

Quatschen macht Spaß !