Traveling Shapy – Reiseblog

Reisen rund um die Welt, meine Leidenschaft und Hobby

Bula

Eine Woche auf den Fiji Inseln ist vorbei und es wird langsam Zeit ein kleines Resümee darüber zu verfassen. Zu allererst sei gesagt es ist für mich persönlich ganz anders als ich es mir vorgestellt habe und im Nachhinein ist es wohl auch besser so.

 

Fiji selbst besteht aus gut 300 Inseln und die meisten Touristen halten sich nicht auf den beiden Größten Viti Levu und Vanau Levu auf sondern reisen zu den Kleineren um dort einen entspannten Urlaub am Strand zu verbringen. Das allein reichte mir persönlich nicht, ich wollte etwas mehr über Fiji selbst lernen und nicht über die Paradise die sie für Reisende geschaffen haben.

 

Die ersten 2 Tage verbrachte ich in Nadi in einem kleinen Hostel am Strand und durfte dort auch gleich das Kultgetränk dieses Landes kennenlernen und zwar Kava. Kava selbst ist eine Pfefferpflanze von welcher jedoch später die Wurzel zerkleinert wird und mit Wasser vermengt das kulturelle Getränk mit selbigen Namen ergibt. Es sieht eigentlich aus wie Dreckwasser und schmeckt ehrlich gesagt auch etwas danach, zudem hat es auch eine etwas lähmende Wirkung. Ich lernte das Getränk so kennen: abends in gemütlicher Runde zusammensitzen, ein begnadeter Fijianer gibt Lieder zum Besten und nebenbei wird jedem Kava gereicht. Die Flüssigkeit zu trinken ist in keiner Weise gefährlich und dient lediglich zur Entspannung wobei das in meinen Augen lediglich Einstellungs- bzw. Glaubenssache ist. Nichts des so Trotz hat mich es nicht davon abgehalten gut 2 Liter von diesem Zeugs jeden abend zu trinken mit dem darauf folgenden Reaktionen – jeder der mal einen Haufen Wasser vorm Schlafen gehen getrunken hat, weiß was ich meine.

 

Nach den beiden Tagen und langen Nächten brach ich auf zu einer nahegelegenen Insel namens Mana Island. Diese Insel selbst ist eine der wenigen für Backpacker erschlossenen Möglichkeiten

Strand Fiji

Strand auf Mana Island

Geld zu sparen, da immer noch viele Inseln nur für den größeren Geldbeutel ausgerichtet sind. Mein Hauptziel des 4-tägigen Aufenthalts war mein Advanced Open Water Course. Mana Island selbst war relativ groß und konnte in 3 Stunden zu Fuß umrundet werden jedoch nach den vielen Stränden und Palmen die ich jetzt schon auf meiner Reise gesehen habe ist der Anblick solcher langsam zur Gewohnheit geworden.

 

Viel aufregender für mich war das Taucherlebnis. Nicht das die Gewässer total umwerfend waren, vielmehr die Leute mit denen ich tauchen ging. Zum größten Teil waren es Einheimische die mit meinem Tauchlehrer und mir aufs Meer hinaus sind um dort zu Fischen. Auf einem kleinen Fischerboot raus auf die See mit einer handvoll Einheimischer, das allein ist schon ein einmaliges Erlebnis. Diese Leute dann noch in Aktion zu sehen war für mich unfassbar. Männer die nur mit Taucherbrille, Flossen und einem Speer bis zu 25 Meter tief tauchen um dann in dieser Tiefe einen Fisch zu fangen sieht man wirklich nicht jeden Tag. Für mich als Taucher umso mehr faszinierend, weil ich für diese Strecke bestimmt 3-4 mal einen Druckausgleich machen muss und mehr als nur einen Atemzug dafür brauche.

 

Angeln Fiji

Frisch gefangener Fisch

Ich selbst hatte auch das Vergnügen mit einer Harpune mein eigenes Abendessen zu fangen und das Erste was mir nach meinem erfolgreichen Schuss einfiel war der Fakt das mein Vater genau diese Erfahrung auch gerne mal machen würde. Es hat doch einen leichten Robinson Cruso Touch wenn man vormittags seinen eigenen Fisch fängt und diesen dann abends verzehrt, zudem sind diese hier in Fiji bei weitem farbenfroher als die in Deutschland. Auch ganz neu für mich war das „fangen“ einer Riesenmuschel und das verspeisen dieser noch an Bord des Bootes.

 

Ein weiteres Schlüsselerlebnis für mich war das Kokosnussklettern. Im Prinzip gehört nicht viel dazu eine Palme hochzuklettern und dort eine Kokosnuss zu ernten aber man wird den Geschmack dieser nie vergessen. Das Wasser im Inneren hat einen etwas bitteren und süßen Geschmack, das Fruchtfleisch kann man in keinster weise mit dem der Kokosnüsse in Deutschland vergleichen. Es ist weich und saftig, nicht trocken und zäh, wenn ich diesen harten Vergleich bringen darf.

 

Schlußendlich gingen meine Tagen dann doch schneller vorbei als gedacht und ich bin zurück zu meinem Ausgangspunkt mit meinem neuen Tauchschein in der Tasche. Die 2 zweite Woche in Fiji ist bereits auch im Gröbsten durchgeplant und ich muss sagen ich habe zuwenig Zeit.

 

 

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